Schockierende Bußgelder verhängt

Strafen

Was kann passieren, wenn ein Unternehmen gegen die DSGVO verstößt?

„Worst case“ und „Fälle aus dem Alltag“

Werden Entscheidungen für oder gegen Veränderungen im Arbeitsalltag getroffen, geschieht dies in der Regel durch Abwägung des Aufwands und den möglichen Folgen bei Untätigkeit.

Die Fragen, die sich hier sofort stellen, sind: Was kann passieren, wenn nichts verändert wird und alles weiterhin so abläuft wie bisher? Und: Wie groß ist der Aufwand, den die Veränderungen mit sich bringen?

Die Verhältnismäßigkeiten hierbei entscheiden, ob gehandelt wird. Hierzu sollte sich bewusst gemacht werden, was passieren kann, wenn gegen die DSGVO verstoßen wird. Hierfür können Bußgelder in einer Höhe von bis zu 20.000.000 € oder bis zu 4% der weltweiten Jahresumsätze verhängt werden.

Dabei können sowohl kleine als auch große Unternehmen Bußgeldbescheide erhalten, wenn sie gegen die DSGVO verstoßen. Hierzu einige Beispiele von Unternehmen, gegen die bereits Bußgelder erlassen wurden:

  • Google: 50 Mio € Bußgeld
  • Deutsche Wohnen: 14,5 Mio € Bußgeld wegen nicht (korrekter) Löschung von Mieterdaten
  • 1&1 Drillisch: 9,6 Mio € Bußgeld wegen nicht ausreichendem Schutz von Daten gegenüber Dritten
  • Delivery Hero: 195.407 € Bußgeld wegen nicht gelöschter Kundendaten und Werbemails, die unzulässig waren (bereits rechtskräftig)
  • Knuddels: 20.000 € Bußgeld auf Grund einer Datenpanne
  • Kolibri Image: 5.000 € wegen fehlendem Auftragsverarbeitungsvertrag

Daneben sind aber unter anderem auch Kliniken, Banken, Onlineshops, Videoüberwachung nutzende Unternehmen bereits von Bußgeldern durch Verstöße gegen die DSGVO betroffen.

Um nicht ebenso wie die obigen Unternehmen Bußgeldbescheide zu erhalten, muss man sich DSGVO-konform verhalten.


Quellen

https://www.e-recht24.de/artikel/datenschutz/11271-achtung-hohe-dsgvo-bussgelder-verhaengt.html

https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/dsgvo-datenschutz-verstoesse-zahl-der-bussgelder-ist-drastisch-gestiegen/25364576.html

Foto: Bill Oxford, Unsplash